Eine Diskussionsrunde zum nächsten EU-Finanzrahmen brachte an der Hochschule Aalen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen, Politik und Verwaltung zusammen, um sich über die künftige Ausrichtung der EU-Förderpolitik ab 2028 sowie über Chancen und Herausforderungen für die Region zu informieren.
Im Mittelpunkt standen das zukünftige Forschungsrahmenprogramm, der geplante Europäische Wettbewerbsfonds und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung. Dabei wurde deutlich, dass europäische Förderprogramme wichtige Impulse für Forschung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung geben können. Zugleich erschweren komplexe Antragsverfahren, lange Bearbeitungszeiten und begrenzte personelle Ressourcen insbesondere kleineren Unternehmen und Hochschulen den Zugang zu Fördermitteln.
Für Ostwürttemberg ist die Verbindung europäischer, nationaler und regionaler Förderpolitik angesichts der laufenden Transformationsprozesse von besonderer Bedeutung. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion erfordern eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen.
In der abschließenden Podiumsdiskussion und der Publikumsrunde wurden eine bessere Beratung, zentrale Informationsangebote, schnellere Verfahren und ein stärkerer Praxisbezug der Förderprogramme gefordert. Die Region will ihre Interessen weiterhin in die Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen einbringen und den Austausch zwischen europäischen Institutionen, Land, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft fortsetzen.
Die Veranstaltung wurde vom Europe Direct Ostalb in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Lands Baden-Württemberg umgesetzt.