Robert Menasse, einer der bedeutendsten zeitgenössischen österreichischen und europäischen Schriftsteller, widmet sich den realen Herausforderungen der Europäischen Union als ein komplexes und ambivalentes Projekt. Zugleich geht er der Frage nach, wie sich die Wirklichkeit der EU literarisch überzeugend erzählen lässt. Den zahlreichen Reaktionen von Kritik und Publikum zufolge gelingt ihm dies in eindrucksvoller Weise. Besonders sichtbar wird dies in seiner Trilogie der sogenannten „EU-Romane“ – „Die Hauptstadt“ (2017), „Die Erweiterung“ (2022) sowie einem dritten, derzeit in Arbeit befindlichen Roman – ebenso wie in der kürzlich erschienenen Novelle „Die Lebensentscheidung“.
Auf seiner Tour durch Baden-Württemberg macht Robert Menasse in Stuttgart Halt. Er liest am 9.11.2026 Auszüge aus seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“, die sich mit existenziellen Fragen auseinandersetzt und spricht über die Rollen von Humor, Ironie und lyrischem Erzählton im „Erzählen Europas“.
Zum Autor:
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Österreichischen Kunstpreis für Literatur, den Deutschen Literaturpreis, den Preis des Europäischen Buches…
Veranstalter: EUROPE DIRECT Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg
In Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg
